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Alexas Töchter: Smart Displays erobern das Zuhause

Vieles, was kurz zuvor noch Stoff aus Science Fiction Filmen und Messepräsentationen war, ist mit Alexa, Siri, Google Assistant und Co. in den letzten Jahren in die Häuser, Autos und Büros eingezogen. Doch natürlich bleibt die Welt nicht stehen – schon gar nicht in Zeiten, in denen die Menschen mehr Zeit denn je zu Hause verbringen. Die nächste Generation smarter Assistenten macht sich bereit, unsere Lebenswelten zu erobern – und verfügt über Displays. So wird im Vergleich zu den reinen „smarten Lautsprechern“ die Bedienung z.B. von Smart Home Funktionen einfacher und es können Videochats, YouTube und Ähnliches integriert werden.

Besser schlafen mit Google
„Nest Hub“ nennt Google seinen Helfer für zu Hause, in der 2. Generation sinniger Weise mit einer „2“ geschmückt. Diesmal soll er nach den bekannten Features für Küche und Wohnstube auch Einzug ins Schlafzimmer halten – mit Funktionen rund um eine gute Nacht und ihr möglichst sanftes Ende. So soll abends ebenso diskret und langsam das Licht gedimmt werden – bei Bedarf unterstützt von beruhigenden Tönen – wie es morgens hochgeregelt wird, parallel zum Wecker. Der eigentliche Coup spielt sich aber während des Schlafs ab: Mit einem eingebauten Radar soll der „Nest Hub 2“ den Schlaf seiner Besitzer überwachen und morgens eine Analyse mit Tipps zur besseren Nachtruhe abliefern.

Besser kochen mit Amazon
Während der „Nest Hub 2“ erst auf den Markt kommt, lässt sich der „Echo Show 8“ von Amazon bereits erwerben – und hat sich vor allem als Küchenhelfer in Stellung gebracht: Das Smart Display kommt mit einem eigenen integrierten Kochportal, aus dem es seinen Besitzern auf Sprachbefehl passende Rezepte heraussucht, ihnen die Zubereitung großflächig bebildert und während des Kochvorgangs die nächsten Schritte und dafür nötigen Zutaten vorliest. Weitere Rezepte wie z.B. von Chefkoch lassen sich nachrüsten. Natürlich funktioniert das Display auch als Timer und kann parallel Musik spielen oder Videotelefonate führen. Während die Kamera ziemlich basal bleibt, kann sich der Sound durchaus hören lassen und ersetzt das hochwertige Küchenradio.

Und was ist mit anderen Anbietern und Systemen?
Wer in Deutschland ein Smart Display möchte, hat derzeit nur die Wahl zwischen Google und Amazon als System. Microsoft bietet seine „Cortana“ Smart Displays gar nicht in Europa an, Facebook hat seine „Portal“ genannten Smart Display Produkte zwar über den Atlantik geschifft, aber nicht zu uns, und bei Apple sucht man eine Smart Display Lösung bislang vergebens. So bleibt als Alternative hierzulande die schlicht „Smart Display“ genannte Produktlinie von Lenovo, die wie der Google Nest auf die Google Assistant Technology zurückgreift, aber dabei die neuen Schlaf-Funktionen nicht abbildet. Punkten kann die „10“ genannte größte Variante durch einen üppigeren Touchscreen und hohes Arbeitstempo.

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Neue EU-Energiesparlabel: Ab März 2021 wird es ernst – und transparenter!

Eine 1 soll als Note optimale Leistung ausdrücken: „So soll es sein, besser geht es kaum“. Deswegen wird auch im Zeugnis keine 1+ oder gar 1+++ vergeben. Und deshalb kann auch nicht Jede/r eine 1 bekommen. Es sei denn, wir würden plötzlich in einer Gesellschaft von Einsteins leben.

Bei Energiesparlabels für Haushaltsgeräte war das jedoch lange Zeit anders: Nachdem das bestehende System über Jahre hinweg immer nur nach oben erweitert wurde, gibt es längst A+++, während ein A-Gerät oft nicht einmal mehr Mittelmaß ist. Das Ergebnis: Keiner blickt mehr durch, womit das Label seinen Zweck verfehlt.

Ab März ändert sich das: Ein neues EU-Effizienzlabel bringt wieder mehr Klarheit in die Bewertung. Damit werden die Karten für viele Haushaltsgeräte neu gemischt.

Wir verraten Ihnen, was sich ändert, was gleichbleibt und wie die Energielabel für jede Geräteklasse im Detail aussehen.

So funktioniert das neue Energiesparlabel

Die neue Kennzeichnung führt 7 Kategorien ein, von A bis G. Ein Gerät kann dabei nur genau einer Kategorie zugeordnet sein – kein AB, B++, etc., sondern eben A oder B.

Wichtig: Auch wenn Ihr heutiges A+++-Gerät nach der Umstellung nur noch Klasse C erreicht, verbraucht es nicht unbedingt „zu viel“ und muss nicht zwangsläufig gleich ersetzt werden. Da sich die Berechnungen der Klassen geändert haben, lassen sich die Klassifizierungen nicht miteinander vergleichen. Jedes Gerät wird einzeln nach höheren, festgelegten Standardparametern der EU neu bewertet, weshalb ein heutiges A+++-Gerät in der neuen Bewertung auch in die Energieeffizienzklasse B oder C eingeordnet werden kann. Zur Einführung der neuen Energielabel wird die Effizienzklasse A wahrscheinlich freigehalten beziehungsweise nur in Ausnahmefällen belegt, da diese Klasse Anforderungen erfüllen muss, welche derzeitige Geräte kaum erreichen.

Neu ist der QR-Code, welcher in der rechten oberen Ecke zu sehen sein wird. Über diesen Code können Sie mit dem Smartphone zusätzliche Informationen zu dem Gerät aus der „EU Product Registration database for Energy Labelling“, kurz EPREL, abrufen. Die Produktdatenbank dient einerseits einer besseren Marktüberwachung, soll aber auch Verbrauchern einen leichteren Zugang zu Informationen bieten.

Man kann also nicht einfach auf Basis der Verbrauchsangaben bisheriger Label umrechnen, wie ein Gerät in der neuen Norm abschneidet – ähnlich wie bei den neuen Verbrauchsberechnungen für Autos. Dafür wird aber angegeben, auf welche Basis sich die Berechnung stützt – und diese ist immer gleich. Bei Waschmaschinen z.B. 100 Waschgänge im Jahr. Damit kann man seinen eigenen erwartbaren Verbrauch leicht hochrechnen. Für besondere Energiesparmodi muss zudem jetzt angegeben werden, wie lange diese Programme brauchen.

Vorsicht, Uneinheitlichkeit

So gut die Absicht und die Idee des neuen Labels sind, wird doch die Umsetzung über einige Jahre für Stirnrunzeln sorgen. Denn es werden nicht auf einen Schlag alle Geräte an der neuen Norm gemessen:

Während sie für Kühl-/Gefrierschränke, Waschmaschinen, Spülmaschinen, Fernseher und Monitore schon ab März und für Lampen ab September gilt, werden Trockner, Backöfen, Staubsauger und weitere Haushaltsgeräte erst ab 2024 umgestellt, Heizungen tragen sogar noch bis 2026 die alten Label.

Damit bleibt für die immerhin bis zu 5-jährige Übergangszeit nur die Devise: nicht nur prüfen, was auf dem Label steht, sondern auch, um was für ein Label es sich handelt – das alte, auf dem „ENERG“ steht, oder das neue, auf dem hinter dem G ein Blitz zu sehen ist.

Gerne helfen unsere Experten Ihnen, den Überblick zu behalten und ein Gerät zu finden, das höchstmögliche Effizienz mit Ihrem Funktionsbedarf und Kostenrahmen übereinbringt.

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Smart Garden – intelligent und entspannt zur Wohlfühloase

„Garten ist Arbeit“ – wie oft hört man diesen Schlachtruf (oder ist es eine Klage?) von Hobbygärtnern. So manchen schreckt das ab – wer möchte sich schon bei sengender Sonne oder pladderndem Regen abschuften, wenn man doch eigentlich nur das Grün genießen wollte? Doch Abhilfe ist unterwegs: Die Digitalisierung macht auch beim Garten nicht halt. Wer es schlau angeht und etwas – jedoch nicht mehr sonderlich viel – Geld investiert, kann sein Grundstück genießen, während Maschinen die Arbeit selbst erledigen. Wir stellen die Top 5 Investitionen für Hobbygärtner vor, die sich nicht gerne selbst den Rücken krumm machen.

Mähroboter: nicht mehr neu, aber jetzt günstiger

Schon länger bevölkern sie die Vorgärten und hausen in ihren eigenen Hundehütten: Mähroboter in allen Farben und Formen. In der Tat vereinen die dienstbaren Geister gleich mehrere Vorteile. Nicht nur mähen sie bei jedem Wetter und mit einer Gleichmäßigkeit, die ein Mensch so kaum schafft, auch sind sie bei ihrer Arbeit deutlich leiser als klassische Rasenmäher – und sie halten das Grün auch gestutzt, während Herrchen und Frauchen bei der Arbeit oder im Urlaub sind! Waren sie lange wirklich teure „Spielzeuge“, sind manche Modelle inzwischen bereits für unter 500 Euro zu haben.

Bewässerungssysteme: Zeit und Wasser sparen

Bevor man mähen kann, muss erst einmal etwas wachsen. Gerade in Zeiten, in denen die Sommer immer heißer und trockener werden, fordert die Bewässerung des heimischen Grüns den ganzen Gärtner – und treibt die Wasserrechnung in die Höhe. Intelligente Bewässerungssysteme entlasten Rücken, Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen. Mit Sensoren und Internetverbindung bestimmen sie anhand von Temperatur, Bodenfeuchtigkeit, Wetterprognose und mehr den Wasserbedarf selbstständig und verteilen das Wasser punktgenau in der benötigten Menge… und keinen Tropfen mehr. Damit ist der Garten auch während der Arbeits- oder Urlaubszeiten immer gut in Schuss, auch lassen sich so oft mehr als 30% des Wasserverbrauchs sparen. Während einzelne Sensoren und Wasserspender für unter 100 Euro starten, sollte für ein gesamtes System auf jeden Fall 500-1000 Euro eingeplant werden.

Smartpond Filter

Der dritte große Zeit- und Energiefresser im Garten ist oft der Teich. Schließlich sollen die lieben Fische genug Nährstoffe, Sauerstoff und halbwegs sauberes Wasser genießen, was bei knallender Sonne in stehenden Gewässern schnell zur Herausforderung werden kann. Filter- und Pumpsysteme schaffen Abhilfe, doch benötigen einiges an Strom. Smarte Filter mit Internetverbindung und Sensorik bringen Effizienz ins Geschehen: Sie wachen über die Wasserqualität und sorgen so fürs Wohlergehen Ihrer geschuppten Freunde, filtern und pumpen dabei aber nicht mehr, als tatsächlich nötig ist. Wenn Sie eingreifen müssen, zum Beispiel für einen Filterwechsel, erhalten Sie eine Push-Nachricht aufs Smartphone. Für entsprechende Systeme müssen nach wie vor über 2.000 Euro eingeplant werden – doch wer seine Kois liebt und nicht selbst alle paar Tage die Wasserqualität kontrollieren will, sollte nicht am falschen Ende sparen.

Der Grillreinigungs-Bot

OK, wir geben zu – dieses Gadget ist so unnötig wie nerdig. Aber wer es hat, gibt es nicht mehr her. Gartensaison ist Grillsaison – und egal wie hochwertig der Grill, nach dem Barbecue sieht er zum Heulen aus. Da kann man sich zeitaufwändig selbst die Hände und Ärmel schmutzig machen oder man überlässt auch diese Aufgabe Robotern. Für unter 100 Euro können Sie Reinigungsbots erwerben, die Ihnen diese Arbeit zuverlässig abnehmen und jeden Grill blitzblank schrubben, während Sie und Ihre Gäste den Digestiv genießen.

Projektoren und wasserfeste Lautsprecher

Und wenn wir beim Genießen sind: Was ist feiner, als im eigenen Garten mit Freunden Freiluftkino zu genießen! War das bislang eine Riesenschlepperei, bis alles aufgebaut war, machen Outdoor-Beamer und wetterfeste Bluetooth-Lautsprecher aller Größen und Qualitäten Ihr Open Air Vergnügen zur permanenten Einrichtung. Während gute wetterfeste Lautsprecher bei unter 50 Euro das Stück starten, sollte man für einen Beamer, der auch bei Abendsonne tolle Bilder bringt und nicht vom ersten Regentropfen kaputt geht, zwischen 500 und 1.000 Euro einplanen. Im Gegensatz zu Outdoor-Leinwänden und wasserfesten Speakern sollte man ihn auch auf keinen Fall draußen stehen lassen, doch den Beamer in den Garten zu tragen war beim ganzen Setup ja immer schon die leichteste Übung.

Wozu in die Ferne schweifen? Genießen Sie stressfrei den Sommer 2020 im eigenen Garten!

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KI auf dem Vormarsch – wann zieht HAL bei uns ein?

Im Kino kennt künstliche Intelligenz nur zwei Rollen: Entweder das verschlagene Computergehirn – von HAL über Tron bis Ex Machina –, für das Menschen wenig mehr sind als Versuchskaninchen. Oder der rührende, rücksichtsvolle Roboter, der – obwohl er uns überlegen ist – doch nichts möchte, als dazugehören, wie zum Beispiel in AI oder Nummer 5 lebt.

In Zeiten, in denen täglich überall von der „KI-Revolution“ zu hören und zu lesen ist, ist es kaum möglich, diese Bilder aus dem Kopf zu verdrängen. Wir müssen sie aber für einen Moment beiseiteschieben, um zu verstehen, was KI tatsächlich für unser Alltagsleben leisten kann und wo sie heute steht.

KI im Klartext: Es geht ums Lernen und Entscheiden – nach einfachen Prinzipien

Zunächst einmal: „Künstliche Intelligenz“ bedeutet nichts anderes, als dass eine Maschine selbst Entscheidungen treffen und dazulernen kann. Um das zu bewerkstelligen, gibt es im Wesentlichen zwei Ansätze: Der wissensbasierte Ansatz vermittelt Computern mit großen Datenbanken – z.B. Wörterbüchern, Grammatik-Regeln und Lexika – ein festes Wissen und logische Regeln, wie mit diesem Wissen umzugehen ist. Hier steht im Mittelpunkt, Fakten verfügbar zu machen und Prozesse, die immer nach demselben Schema ablaufen, zu automatisieren. Mit immer neuen Daten wird dieses Wissen weiter ergänzt.

Der musterbasierte Ansatz hingegen bringt einem Computer in erster Linie bei, Muster zu erkennen und aus diesen heraus zu erschließen, was sie bedeuten – ähnlich wie ein Kind die Welt entdeckt. Diese Schlüsse wendet die Maschine erneut an und lernt damit aus Versuch und Irrtum, was funktioniert und was nicht. Damit kann sie mit der Zeit auch unvorhergesehene Ereignisse erkennen, weil sie eben vom Gewohnten abweichen – und so zum Beispiel früh merken, wenn ein Spieler eine völlig neue Strategie entwickelt oder ein Motor kaputt zu gehen droht.

KI in der Praxis: Konkrete Probleme für Menschen lösen

Ob auf die eine oder andere Weise: Das Ziel der technischen Entwicklung ist bisher immer die Lösung konkreter Probleme, die mit mehr Daten, logischeren Schlüssen oder früher erkannten Mustern spürbare Verbesserungen in unser Leben bringen.

Da wäre zum Beispiel ein „Smart Home“, das erkennt, dass im Schlafzimmer seit 24 Stunden das Licht nicht ausgemacht wurde, obwohl jemand zu Hause ist – und daraufhin den Bewohner fragt, ob alles in Ordnung ist, sowie Hilfe ruft, wenn über längere Zeit keine Antwort kommt. Oder ein Auto, das am Fahrverhalten nach wenigen Metern merkt, dass die Dame des Hauses am Steuer sitzt, die gerne sportlich fährt, und folglich die Gänge später wechselt, den Motor schneller ansprechen lässt und das Fahrwerk strafft – alles Anwendungen, die wir bereits heute erleben können.

Auch in unserer Kommunikation kommen wir zunehmend mit KI in Berührung – immer mehr Hotlines haben kaum noch Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung. Wir sprechen mit Chatbots, die unsere Buchungen oder Reklamationen aufnehmen, unsere Fragen zum Vertrag beantworten und uns nur noch dann, wenn sie gar nicht mehr weiter wissen, an einen Menschen verbinden. Auch gewöhnen wir uns immer stärker daran, mit digitalen Assistenten zu sprechen, um Bestellungen zu tätigen, Musik zu spielen, die Massagefunktion im Sitz zu aktivieren oder nach dem Wetter zu fragen – ob im Haus, im Auto oder beim Smartphone, von Alexa über Google Assistant bis MBUX. Nicht nur die Sprache wird problemlos verstanden, die Geräte können auch Fragen beantworten, Rückfragen stellen und teilweise sogar an der Stimme unseren Gefühlszustand ablesen.

Keines dieser Produkte ist in der Lage ein Eigenleben zu entwickeln: Zwar lernen sie aus unserem Verhalten und unserer Interaktion mit ihnen, doch sind sie dabei auf einen genauen Zweck hin entwickelt – bei Allem, was mit diesem nichts zu tun hat, sind sie ungefähr so schlau wie ein Gameboy (auch wenn Siri und Co. markige Sprüche einprogrammiert haben, um Dinge, die sie nicht wissen oder nicht können, amüsant zu überspielen).

KI im Ausblick – unser Umgang mit Maschinen ändert sich radikal

Diese Form der künstlichen Intelligenz – die sogenannte spezielle oder „schwache“ KI – zieht in schwindelerregendem Tempo in unsere elektronischen Geräte ein und wird die Art, wie wir mit unserer Technik umgehen, sehr grundlegend verändern: Statt Schalter zu betätigen und Tasten zu tippen, werden wir künftig mit intuitiven Gesten und Alltagssprache mit unseren Lampen, Kühlschränken, Telefonen, Autos und Uhren interagieren – wenn sie nicht sogar schon von selbst ahnen, was wir von ihnen wollen und gar keinen Befehl benötigen.

Auch werden in den nächsten 10 Jahren sicherlich viele Prozesse, die auf klaren Standards und Regeln beruhen, automatisiert, die uns heute noch viel Zeit und / oder Geld kosten.

Und wo bleiben die digitalen Götter aus den Science Fiction Filmen?

Viele große Technologieunternehmen arbeiten derzeit an Formen der künstlichen Intelligenz, die nicht an bestimmte Aufgaben gebunden sind, sondern – ähnlich wie ein Mensch – das Lernen um des Lernens willen lernt, die Neugier um der Neugier willen verfolgt. So sollen Computer einst in die Lage kommen, Probleme zu lösen, die wir noch gar nicht erkannt haben oder auf die wir keine Antwort wissen – und kreative Aufgaben eigenständig zu lösen, wie z.B. selbst bessere Computer zu entwickeln.

Eine solche „starke“ oder allgemeine künstliche Intelligenz mutet in der Tat nach Science Fiction an und spaltet die Menschheit: Während manche Top-Forscher und -Entwickler davon träumen, Krebs, Klimawandel und vieles mehr mit starker KI zu besiegen, warnen andere, ebenso prominente Profis vor der Gefahr, dass uns die Maschinen versklaven oder aus Versehen Schaden zufügen. Obwohl aber Google-Entwicklungschef Ray Kurzweil bereits 2005 verkündete, dieser Punkt sei schon beinahe erreicht, sind wir heute nach wie vor so weit davon entfernt, dass trotz vieler Fortschritte niemand sagen kann, ob er jemals erreicht wird – und falls ja, wann. Es ist also deutlich verfrüht, darüber zu spekulieren, wann unsere elektronischen Geräte von schlauen Dienern zu mysteriösen Halbgöttern werden.